Nach dem immer wieder lästigen Zusammenpacken des Equipments und einem guten Frühstück begann die letzte Fahrt unserer Albanienreise nach Durres zur Fähre. Es war von Vorteil, die Routenplanung mit Hilfe von Maps und des Gastgebersohnes im Vorfeld abzustimmen. Denn unser vor dem Urlaub upgedatetes TOM TOM Navi bot einen um 100 Kilometer längeren Rückweg über Saranda an. Es kannte einfach eine inzwischen neu gebaute Straße nicht.
Die ersten 13 Kilometer fuhren wir verwirrenderweise in südliche Richtung. In einem Einschnitt zwischen zwei Bergketten ging es dann bei Qeparo links ab langsam in die richtige Richtung. Parallel zum Fluss Shushuka, der sich durch die Landschaft frisst ging es nach Vjora. In den Bergen erwischte uns das erste Gewitter. Das konnten wir dank unseres „Faradayschen Käfigs“ voll genießen.
Ab Vlora, welches wir eigentlich umfahren sollten, auf der sogenannten Autobahn weiter bis Durres. Schwarze Wolken kündeten ein weiteres Gewitter an, welches uns voll erwischte. Inzwischen wissen wir, das solche Gewitter normal sind.
Der letzte Akt der Bereicherung durch Touristen fand in Durres statt. Die LEK waren zu Ende, der Hunger durchaus vorhanden. Ein Lokal mit Kreditkartenzahlung half uns aus der Patsche. Ein bestelltes Sandwich entpuppte sich als gelieferte Pizza. Na ja, falsch verstanden, essen wir halt Pizza.
Bei der Zahlung mit Kreditkarte wurde nicht etwa der Preis in LEK eingegeben, nein, in Euro und hundert zu eins. „Der Euro sei sehr niedrig“. Dazu kam noch eine Servicegebühr von einem Euro. Nach kurzer, zweckloser Diskussion gaben wir auf. Unsere Unzufriedenheit signalisierten wir durch den Verzicht auf Trinkgeld.
Ich möchte ausdrücklich betonen, dass in den meisten Fällen so etwas nicht geschieht! Die meisten Menschen in Albanien sind sehr gastfreundlich, fair und hilfsbereit!
Dann ging es mit mulmigem Gefühl in Richtung Hafen. Die Angst vor dem in Italien erlebten Einschiffen auf die Fähre wurde uns durch eine vorbildliche Organisation genommen.
Entspannt wurden wir nach dem Upgrade unserer Kabine in einen wohlverdienten Schlaf geschaukelt.









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