Hier patrouillierten ab 1791 Zöllner, deren Aufgabe es war, Schmugglertätigkeiten das Handwerk zu legen. Ein Auge auf Schmuggel und Wrackplünderungen werfend, liefen sie Tag und Nacht und bei jedem Wetter die Küste entlang.
Der Weg wurde 1968 zu neuem Leben erweckt, als einige Enthusiasten beschlossen, ihn zu einem Wanderweg auszubauen. Der offiziell genannte GR 34 umrundet die bretonische Küste vom Mont Saint Michel bis Saint Nazaire.
Der Pfad
Der Zöllnerpfad führt uns in weitem Bogen an einem Teil der „Côte de granit rose“ im Norden der Bretagne vorbei. Die von uns gewählte Strecke bis Perros-Guirec ist wegen seiner bizarren Felsformationen aus rötlichem Granit besonders reizvoll.
Mit Wanderschuhen für die circa vier Kilometer lange Strecke ausgerüstet beginnen wir die Wanderung in Trestignel und schauen noch einmal auf den Busfahrplan, ob ein Bus den Rückweg etwas vereinfacht. Gleich erfahren wir, dass ein genaueres hinsehen hilfreich gewesen wäre.
Nachdem wir uns vergewissert haben, dass sich ein entsprechender Wasservorrat im Rucksack befindet, suchten wir den Einstieg zum Zöllnerpfad, der nicht schwer zu finden ist. Da der Pfad lang ist, waren wir eigentlich schon drauf.
Die Eindrücke findet ihr in Form von Bildern weiter unten.
Perros-Guirec
In Perros-Guirec angekommen, gönnten wir uns in einer der vielen Bars ein Kaltgetränk. Wir suchten und fanden die Bushaltestelle schnell, doch der Bus kam nicht. Als wir uns den Fahrplan genauer betrachteten fanden wir die Lösung.
Der Bus verkehrt nur dreimal die Woche, heute nicht!
Der Versuch ein Taxi zu bekommen scheiterte offensichtlich an der zu kurzen Strecke.
Blieb nur, uns nach entsprechender Stärkung auf den Rückweg zu machen. Wir erlebten den Weg ja aus einem anderen Blickwinkel, so lautete unser Trost.





















Am Tagesende
Wir freuten uns über die Gelegenheit, dank des sturen Taxiunternehmens, diesen Weg aus zwei Perspektiven kennengelernt zu haben. Auch der sportliche „Doppeleffekt“ hat letzten Endes doch eine gewisse Zufriedenheit erzeugt.

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