Überraschung am Fährterminal
Die Rückfahrt hatten wir gut geplant. Wir fuhren zeitig in Lefkada los um gegen 12 Uhr in Igoumenitsa einzutreffen, einzuchecken und bis 14 Uhr auf die Fähre zu fahren. Spät abends sollten wir in Brindisi ankommen, um dann in Bari in einem gebuchten Hotel zu übernachten. Am nächsten Morgen erst shoppen und dann gemütlich Richtung Heimat losfahren und zwei Tage später wieder bei unseren Lieben am Frühstückstisch sitzen.
Soweit der Plan! Doch da haben wir die Rechnung ohne die italienische Fährgesellschaft gemacht. Denn als wir um 12 Uhr zum Check-In das Terminal betraten, kam gleichzeitig eine SMS an mit der Nachricht, dass die Fähre wegen Streik ausfallen würde.


Wir begaben uns an den Schalter und fragten, ob es wirklich stimmen würde. Ein missmutiger Mensch hinter der Scheibe antwortete: Sie haben doch eine SMS bekommen, da steht doch alles drin! Dass die Fähre nicht fährt und die Alternativen haben Sie auch mit der SMS bekommen. Die Alternativen waren: Nachts um 2 Uhr eine Fähre zu nehmen oder eine Übernachtungen in Igoumenitsa, um am nächsten Tag gegen 14 Uhr die Fähre nach Brindisi zu nehmen.
Die Frage nach einer Alternative am gleichen Tag wurde nicht beantwortet. Da waren wir doch etwas sauer, denn es hätte bedeutet, die halbe oder ganze Nacht irgendwo in Igoumenitsa zu verbringen, die Hotelbuchung ohne Stornooption war ebenfalls hinfällig.
Die Idee, auf dem Autoput über Land nach Hause zu fahren, betrachtete ich erst einmal mit Zurückhaltung. Nach meiner Erinnerung an den Autoput vor 50 Jahren war die Rückreise über den Balkan jetzt nicht gerade die beste Alternative. Aufgrund fehlender vernünftiger anderer Möglichkeiten und einer sich langsam aufbauenden Neugier auf den Autoput heute, habe ich der Idee zugestimmt.
Dann ab auf die Autobahn Richtung Nord-Mazedonien.
Wir beschließen, kurz vor der Grenze zu Nord-Mazedonien noch in Griechenland etwas zu essen, haben wir doch weder Mazedonische– noch Serbische Dinars. Außerdem zeigt die Uhr mittlerweile fast fünf und wir spüren unsere leeren Mägen. Wir fahren von der Autobahn hinunter und landen in Polycastro, einem kleinen Städtchen. Wir suchen uns eine Taverne. Die Gastleute sind unglaublich nett und wir bestellen einen Gurken-Tomatensalat sowie Tsatziki als Appetizer. Souvlaki und Hähnchen in Limonensauce als Hauptgang. Die Portionen sind riesig und der Preis beträgt so ungefähr die Hälfte von den Preisen auf den Ionischen Inseln.


Nord Mazedonien
Wir kamen an die Grenze zu Nord-Mazedonien, noch kein EU Land. „Bitte die Fahrzeugpapiere, den Führerschein, die Ausweise und die grüne Versicherungskarte“.
Oupps, die grüne Versicherungskarte haben wir nicht bei uns, denn wir hatten vor mit der Fähre zu fahren, die aber nicht fuhr. Jetzt möchten wir gerne über den Landweg fahren und in ihrem schönen Land übernachten. Der Beamte blieb hart, er könne uns leider ohne grüne Versicherungskarte nicht über die Grenze lassen.
Er schlägt uns drei Möglichkeiten vor: entweder wir fahren über Bulgarien und Rumänien zurück, oder wir rufen unsere Autoversicherung an und lassen uns die Grüne Versicherungskarte als PDF per Email schicken, oder wir gehen in ein Gebäude auf der anderen Seite, das er uns zeigt, und lassen uns ein Dokument zum Preis von 50 € ausstellen.
Wir hatten noch griechisches Netz, so dass nicht auch noch die teuren Roaminggebühren in unser Portemonnaie gegriffen haben.
Nach einer Stunde Wartezeit und einigen Telefonaten hatten wir unsere Karte als PDF und durften einreisen. Der Zöllner hat sich noch tausendmal entschuldigt, es sei halt sein Job.
Am Wegesrand begleiten uns diverse Heiligenhäuschen oder Bildstöcke, orthodoxe Kirchen und Moscheen setzen der Landschaft ihren Stempel auf. Wir tanken noch schnell in Nord-Mazedonien, weil hier das Benzin billiger scheint als in Serbien, und schon kommt die serbische Grenze in Sicht, die wir nach der Kontrolle – übrigens brauchen wir hier keine grüne Versicherungskarte – recht schnell passieren können




Das war der erste Teil unserer Rückreise über den Landweg. Fahrt bald mit uns über Serbien und Slowenien weiter bis nach Hause. Lasst euch unsere Abenteuer nicht entgehen.
Und am Ende?
Das Ende kommt im zweiten Teil unserer Rückreise. Am Ende diesen Tages werden wir in Serbien übernachten, was es da gibt? Lest es in zwei Wochen.
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