Im ersten Teil habt ihr schon lesen können, warum der Landweg für die Rückreise gewählt wurde. Jetzt geht es spannend weiter.
Hier geht es zum Teil 1
Serbien
Schon kommt die serbische Grenze in Sicht, die wir nach der Kontrolle – übrigens brauchen wir hier keine grüne Versicherungskarte – recht schnell passieren können.
Mittlerweile dämmert es und wir suchen den Weg zu unserem von unterwegs gebuchten preiswerten 4-Sterne-Hotel in Vranje. Das Hotel sieht riesig aus, wir checken ein und sind begeistert über das komfortable Zimmer.
Es war schon sehr auffällig, dass im Empfangsraum als auch in den Zimmern sehr viele Bilder von Kriegshandlungen hängen. Doch wenn das Licht im Zimmer aus ist, sehen wir das ja alles nicht und nach dem aufregenden Tag haben wir sehr gut geschlafen.
Das Frühstücksbuffet sah besser aus, als es geschmeckt hat.
Bei der Weiterfahrt am nächsten Tag durch Serbien fielen uns an Autobahnbrücken viele Banner auf, die darauf hinwiesen, dass die „netten“ Chinesen diese Brücke gebaut haben.
Als wir Belgrad umrundeten sahen wir rechter Hand der Autobahn eine riesige
Trabantenstadt entstehen.
Ob diese Betonungeheuer auch von den Chinesen gebaut werden?




Slowenien
Weiter ging es nach Slowenien wo wir in einer sehr netten Pension in Gorenje Gradišče, einem Kurort übernachteten. Der Inhaber ist noch mit ganzem Herzen dabei, das hat die doch recht rustikale Ausstattung der Pension etwas ausbalanciert.
Nach einem leckeren Abendessen im Restaurant dieser Pension ging es ins Bett und am nächsten Morgen nach einem guten Frühstück weiter Richtung Heimat.




Tarvisio
Wir machen noch einen kurzen Abstecher nach Italien um italienische Leckereien zu kaufen, die wir eigentlich in Bari besorgen wollten. Warum das nicht möglich war, lest ihr im ersten Teil.
Durch eine atemberaubende Landschaft
Berge, die mit jedem Kilometer höher werden
Wälder, die sich auf den Bergen platziert haben
Dörfer mit ihren malerischen Häusern, die sich ihren Platz dazwischen behaupten.
Jetzt erreichen wir Tarvisio. Wo ist bloß die Altstadt, wo sind die Läden?
Erst mal einen Parkplatz finden, gar nicht so einfach, da Tarvisio nah der Grenze und quasi an der Autobahn liegt und von daher gut besucht ist. Eng ist es da auch noch.
Nach einem erfrischenden Cafe in einer netten Bar und einer Befragung der sehr netten und redseligen Wirtin fanden wir die Geschäfte.
Wir fanden wir alles, was unser Herz begehrte.


Am Abend
Am Abend saßen wir beim Abendessen und hatten sehr viel zu verarbeiten.
Die Geschichte mit der bestreikten Fähre haben wir nicht so ganz geglaubt und sind uns einig, dass es einen anderen Grund gab. Wir hatten erst unterwegs die Rezensionen der Fährgesellschaft gelesen. Wir wissen jetzt, dass diese Gesellschaft uns nie mehr nach Griechenland hin oder wieder zurückfahren wird.
Der Autoput hat sich stark verändert in den letzten 50 Jahren. Er ist fast durchgehend Autobahn, teilweise sogar vierspurig. Die rechte Spur ist allerdings manchmal mit einem PKW vor lauter Schlaglöchern nicht optimal befahrbar. Es wird dann meist links gefahren, nur wenn sich von hinten ein Fahrzeug nähert, wird kurz nach rechts übergewechselt um nach dem Überholvorgang nach links zurück zu wechseln.
Betrachten wir es einmal von der finanziellen Seite. Da ist der Landweg etwas günstiger als mit der Fähre nach Italien zu fahren und die teure italienische Autobahn zu nutzen. Durch günstigere Übernachtungspreise, günstigere Benzinpreise und die fehlenden Autobahngebühren ist der Landweg anstrengender, aber finanziell auch günstiger.
Und wenn man Zeit hat, ist es zu überlegen, auf dem Landweg nach Griechenland zu fahren.
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