Nachdem das mit dem Palmesel geklärt ist wartet der Küstenort Santa Maria al Bagno auf uns. Heute ist Palmsonntag und wer zuletzt aufsteht ist der Palmesel!
Schon beim Besuch von Santa Catharina wollten wir Santa Maria al Bagno unsere Aufwartung machen. Das verhinderte eine Baustelle.

Quattro Colonne, oder die vier Säulen

Auf dem Weg siehst du prunkvolle Villen. Unmissverständlich ist artikuliert, dass es nicht erwünscht ist, das Gelände zu betreten, was in unterschiedlicher Art und Weise überwacht wird.
Einen riesigen Parkplatz in der Pampa übersehen wir einfach, der ist nur im Sommer voll, so dachten wir uns. Am Ortsrand, gegenüber der alten Küstenfestung Torre del Fiume di Galatena oder Quattro Colonne finden wir eine Gelegenheit zum Parken. Bei Quattro Colonne handelt sich um die Reste einer historischen Festung aus dem 16. Jahrhundert. Sie diente zum Schutz der Küste vor den Türken und den Sarazenen. Nebenbei diente sie auch dem Schutz einer Trinkwasserquelle. Es stehen heute nur noch die vier Eckpfeiler inmitten von beeindruckenden Palmen. Quattro Colonne heißt zu Deutsch vier Türme.
Es begegnen uns einige Marktbeschicker, die einen fuhren aus dem Ort, andere hinein. Auch auf dem großen Parkplatz neben den Türmen wurden Stände auf und abgebaut. Das hat doch nachdenklich gemacht. Unsere Vermutung: Der Wochenmarkt wird ab-, der Blumen- und Kleidermarkt aufgebaut.
Weiter geht es nach einer Fotografierrunde Richtung Zentrum, immer am Meer entlang. Rechts geht die Via Cesare Auguste ab, über die wir wir das Museo della Memoria e dell’Accoglienza (Museum der Erinnerung und Aufnahme) erreichen. Ein historisches Museum, welches an die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert. Das damalige Fischerdorf gab von 1944 – 1947 tausenden jüdischen Holocaust-Überlebenden eine Heimat.
Ein Stück weiter gibt es das Aquarium of Salento. Dieses Aquarium präsentiert die faszinierende Unterwasserwelt des Mittelmeers mit einheimischen Fischen und anderem Meeresgetier. Das Besondere ist sein Tierschutzkonzept: Die Fische bleiben nur für kurze Zeit dort und werden dann wieder in das Meer entlassen.

Wir kommen zum Zentrum

Immer weiter am Meer vorbei sehen wir nach einer Rechtskurve das touristische Zentrum von Santa Maria al Bagno.
Der Weg macht hungrig, und in einer Pasticceria wählen wir uns am Stand davor unsere Crêpes aus.
Nach der Bezahlung gab es einen Olivenzweig mit Schleifchen geschenkt. Unsere verdutzten Gesichter richtig deutend, versuchte uns der Kellner den Zweig zu erklären. Als es mit Händen und Füßen nicht mehr ging, löste die moderne Technik das Rätsel, heute ist Palmsonntag, netten Menschen werden mit einem Palmzweig beschenkt.

Am Ende

Es haben sich einige Schritte an diesem Tag zusammengesammelt!
Sogar an der Festung begegneten uns wenige Menschen, der Markt war wenig besucht.
Bis zum touristischen Zentrum mit der Bucht war alles überschaubar, entspanntes wandeln an der Meereskante entlang.
Das änderte sich rund um die Bucht, hier stapelten sich die parkenden Autos, Menschen suchten intensiv nach Ess- und Trinkmöglichkeiten. Mutige sahen wir auch im Meereswasser.

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