Unser Versuch, die Stadt Lecce von Gallipoli aus mit der Eisenbahn zu erreichen, scheitert an den Erneuerungsarbeiten am Bahnhof und der Strecke, denn es fährt kein Zug!
Die Busverbindung ist abenteuerlich und die Abfahrtszeiten, wie auch die Abfahrtsstelle, nicht eindeutig zu ermitteln.
Also wieder ins Auto.


Lecce
Unser Besuch in der Hauptstadt der Provinz Lecce beginnt zwangsweise mit der Suche eines Parkplatzes, die wir dank unserer fast täglichen Übung meisterhaft beherrschen. In der Nähe des Bahnhofs ergattern wir einen schönen Platz.
Doch die Suche nach der Altstadt gestaltet sich schwierig. Nach einigen Blicken auf die Karte landen wir in der Via Benedetto Cairoli. Dort finden wir ein schönes Café um dem Koffeinmangel als auch einer Unterzuckerung vorzubeugen.
In der gegenüberliegenden, ursprünglich franziskanischen Residenz Convitto Palmieri aus dem 14. Jahrhundert findet sich heute die moderne Biblioteca Provinciale Nicola Bernardini, darin Lesesäle, Innenhöfe und Flächen für Ausstellungen.


Gestärkt streifen wir weiter durch die Gassen und sehen die im Jahre 1144 erbaute Kathedrale von Lecce (Duomo di Lecce) mit einem markanten Glockenturm.
Das nächste interessante Gebäude ist die Chiesa di San Matteo, die wie viele Gebäude hier mit dem Lecce Stein erbaut wurde.
Dem Auge fällt im unteren Gebäudeteil eine konvexe, im oberen Teil eine konkave Wölbung auf, als seien die Teile falsch montiert worden.
Ein erst einmal als Frittenbude eingestuftes Lokal entpuppte sich im Italienischen als Restaurant für frittierte Vorspeisenplatten und Hauptgerichte.
Auf einem Bronzesockel wacht König Vittorio Emanuele II auf dem gleichnamigen Platz über das dortige Geschehen.














Ein weiterer Platz zeigt uns einen Teil des Römischen Amphitheaters von Lecce, welches auf der Piazza Sant’Oronzo Platz für 20.000 Zuschauer bot. Ein Drittel der Arena soll freigelegt sein, der Rest liegt unter den umliegenden Häusern. Die Ausgrabungen sind noch fleißig im Gange.
Die oben gezeigte 29 Meter hohe Sant’Oronzo-Säule finden wir hier ebenfalls, sie wurde aus Teilstücken einer antiken römischen Säule gebaut. Auf der Spitze finden wir die Statue des Heiligen Sant’Oronzo, allerdings eine Kopie, denn das Original befindet sich im historischen Sedile-Gebäude.






Zum Ende
Wir sind von den vielen Eindrücken ziemlich erledigt und suchen uns ein Café, in dem wir uns einen guten Cappuccino und eine Crêpe leisten, bevor wir den Weg zurück zum Auto und nach Gallipoli beginnen.
Viele Eindrücke haben wir mit ins Auto gepackt.
Viele Gebäude sind mit dem Lecce-Stein (Pietra leccese) gebaut. Ein weiches Gestein, welches sich zuerst leicht bearbeiten lässt. Auch wenn es im Laufe der Zeit aushärten soll, nagt der Zahn der Jahrhunderte unaufhörlich am Gestein.
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