Es gibt viele ausgeschilderte Wanderwege im Nationalpark Divjaka-Karavasta. Der gut 200 Quadratkilometer große Park bietet viele Möglichkeiten, sich die Beine zu vertreten.
Unser Domizil liegt am Stadtrand von Divjakë , einer gemütlichen Stadt fernab vom Tourismus. Divjakë liegt in der Nähe einer Lagune, die durch die beiden Flüsse Shkumbin im Norden und Seman im Süden gebildet wurde. Vom Meer wird sie durch schmale, bewaldete Dünen getrennt, rundherum hat sich ein Sumpfgebiet entwickelt.
Gefrühstückt haben wir im Ferienhaus, danach ist Wandern angesagt. Es gibt einen Pelikan-Wanderweg, der direkt zur Lagune führen soll.
Vorher fahren wir zum Besucherzentrum Divjaka Kalavasta. Hier soll es einem fluglahmen Kraushaar-Pelikan geben – falls wir nachher auf der Wanderung keinen sehen… Außerdem gibt es da einen Turm, den man hochklettern kann, um über die Landschaft zu schauen. Dazu ist es uns aber zu heiß. Wir finden tatsächlich den Pelikan auf einer Wiese, er putzt sich gerade, und er hat Gesellschaft bekommen, einen weiteren Pelikan, der die Wiese entlangläuft und zu fliegen versucht. Anscheinend haben sie auch ihm die Flügel gestutzt, eingefangen und touristengerecht vermarktet.




Der Wanderweg ist wunderschön, wir laufen durch einen Pinienwald, die Sümpfe. Vereinzelt liegen Boote am Ufer eines kleinen Tümpels, irgendwie ist alles miteinander verbunden. Eine Zeitlang laufen wir einen Kanal entlang, ein Boot bringt Touristinnen und Touristen nach einer Lagunentour zurück zum Ausgangspunkt. Nach einer Weile erreichen wir eine kleine, aus Brettern gezimmerte Holzbrücke, nur leider fehlt die Mitte, sind die entsprechenden Bretter heruntergekracht. Na, dann müssen wir wohl umdrehen.








Die Karte zeigt, dass nach einer kurzen Strecke die Straße direkt zur Adria führt. Das probieren wir heute mal aus. Tatsächlich, in der Ferne sehen wir bereits das Meer, dessen Ufer kommt immer näher. In der Ferne auf dem Meer ein kleines Fischerboot, rechts von uns ein langer Holzsteg, der über das Wasser hinweg auf eine kleine Landzunge trifft. Entlang des Stegs Fischerboote und Männer, die angeln, Netze sind aufgespannt und Körbe im Wasser eingelassen, wir vermuten, um Krebse zu fangen. Zurück geht’s wieder über den Holzsteg, ein Weg führt geradeaus, rechts und links davon Wiesen, auf denen Pinien aufgeforstet werden. Diesen Weg nehmen wir und gelangen direkt in den Bereich eines Resorts mit großem Swimmingpool, in den gerade Wasser eingelassen wird, unzählige Liegen sind darum platziert. Ein Pfau stolziert herum, drei Emus haben es sich neben einem Spielplatz gemütlich gemacht. Wir gehen durch das riesige Hotelgebäude an der leeren Rezeption vorbei auf die Straße, gehen zum Auto.








Zum Schluss
Trotz jeder Menge Mückenmittel und Sprühanlagen in manchen Biergärten sind wir ziemlich zerstochen, denn ein Sumpfgebiet ist ein wunderbares Zuhause für Stechmücken und anderes blutrünstiges Getier.
Dieses Gebiet hat es uns angetan, eine so natürliche Landschaft haben wir lange nicht mehr gesehen.
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