Der Einladung des Quartiersmanagement Lannesdorf/Mehlem zu einer Teezeremonie kamen wir gerne nach. In der gemütlichen, mit viel Liebe eingerichteten Stube des TeeTime in Mehlem erlebten wir eine entspannende Zeit.
Am Anfang
Der große Tisch wurde schnell zu klein, denn nach und nach strömten immer mehr Interessent*innen an dieser Teezeremonie in die Meckenheimer Straße 3 in Mehlem.
Nach Vorstellung der Inhaberin von TeeTime und Künstlerin Yan Dong sowie der Zeremonienmeisterin und Moderatorin Leya und Junxi Zhang begann die Zeremonie mit der Frage, wieviel Teesorten es in China gibt. Diese hätte ich fast mit 100 beantwortet, und hätte sowas von danebengelegen, denn es gibt derer genau sechs. Drei davon werden wir heute verkosten.


Die Teesorten
Weißer Tee, leicht oxidiert; 5–15 % Oxidation
Oolong-Tee, halbfermentiert; 15–80 % Oxidation
Schwarzer Tee, vollfermentiert; 100 % Oxidation
Grüner Tee, unfermentiert; 0–5 % Oxidation
Weißer Tee, nachfermentiert; mikrobielle Nachreifung
Gelber Tee,l eicht oxidiert; 10–20 % Oxidation
Übrigens werden die Teesorten nicht von unterschiedlichen Teebäumen gewonnen, sondern entstehen aus der unterschiedlichen Fermentation. Regionale Unterschiede sind in diesem großen Land nicht zu vermeiden und gewollt.
Die Zeremonie
Bei der Zeremonie werden dem Teeduft und dem Geschmack aus den Blättern eine herausragende Rolle zugesprochen, bei gleichzeitiger Schaffung einer meditativen Atmosphäre.
Beim Vorwärmen der Tassen, dem Einschütten des Tees und des Wassers, sowie das Anrühren des Aufgusses, dem anschließenden riechen des Duftes ging eine Welle der Entspannung durch den Raum.
Die drei von uns verkosteten Teesorten schmeckten ganz anders als der von mir zu Hause aufgegossene Tee. Ganz kurze Zeit befand sich das Wasser auf dem Tee, schon ging es in die Kanne als goldgelbe Flüssigkeit. Diese Zeremonie wiederholte sich mehrere Male, bis das kleine Kännchen voll war und wir zuerst den Duft riechen durften, dann den Tee genießen. Wie bei der Weinprobe ist schlürfen hier ausdrücklich gestattet.






Am Ende
Schon während der Veranstaltung kommt die Erleuchtung, dass die Art der morgendlichen Teezubereitung in meinen vier Wänden nichts mit einer Teezeremonie zu tun hat, die heute hier zelebriert wird.
Doch ist die heute erlebte Zeremonie alltagstauglich? Ich werde es probieren.
Möchtet ihr es erleben?
Die beschriebene Zeremonie ist die Wiedergabe aus meiner Erinnerung. Wenn ihr diese im TeeTime selber erleben möchtet, geht das an den folgenden Terminen: 24.10. / 31.10. / 7.11. / 14.11. / 21.11.
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