Wie im letzten Artikel „Hals- und Beinbruch in Matera“ schon angedeutet, habe ich einen recht spektakulären Sturz hingelegt.

Der nächste Morgen am Frühstückstisch

Die Schmerzen am nächsten Morgen sind erheblich, ich beschließe zur Sicherheit ein Krankenhaus aufzusuchen, ob nicht doch etwas gebrochen sei. Diese Aussage am Frühstückstisch ruft auf Seiten unserer Gastgeber einen Aufschrei hervor. Bloß nicht, die sind völlig überlastet, die decken ein riesiges Gebiet ab. Geh lieber zur Touristen Ambulanz.
Diese machen jedoch erst um 20 Uhr auf, das ist mir zu spät.
Also auf ins Krankenhaus.

Das ospedale italiano

Die Parkplatzsuche ist erfolglos; wir rauf aufs Gelände bis uns jemand vom Sicherheitsdienst anhält. Nach der Erklärung meiner „Fußkrankheit“ dürfen wir direkt vor die Notaufnahme fahren.
Die Aufnahme geschieht schnell und schmerzlos, das Warten aufs Röntgen ist von kurzer Dauer. Welch eindrucksvolles Gerät!
„Der Fuß ist gebrochen“, ab in den Rollstuhl und in den Wartesaal.

Beim Orthopäden

Nach einer diesmal etwas längeren Wartezeit erklingt ein markanter Ruf „Juber (Huber)“ durch den Raum. Mein Rollstuhl wird wie von Geisterhand in die Orthopädie befördert. Dort sitzt ein Arzt hinter seinem Schreibtisch und schaut auf den Bildschirm seines PCs. „Ja er ist gebrochen und wir müssen gipsen“.

Die Gipser

Im Anschluss behandeln zwei Menschen mit einer Liebe und einem verliebten Blick mein Bein und legen Lage für Lage Gips, welches immer dicker wird…..
Nach Vollendung des „Kunstwerkes“ heißt es: „Nur nicht auftreten mit dem Fuß und in einer Woche ist Kontrolle!“
Die Angst um meine Hose war berechtigt, sie wird am Hosenbein aufgeschnitten, mir angezogen. Wieder in den Rollstuhl und ins Erdgeschoss.

Am Ende

„Sie können jetzt hier im Wartesaal warten und wenn ihre Partnerin kommt, dann soll sie zu uns kommen. Sie muss noch einige Dokumente unterschreiben und dann können Sie nach Hause“.
Im Rollstuhl werde ich nach Ankunft meiner Partnerin bis zum Auto gefahren, mein Empfang wird dokumentiert.
Ich war entlassen!
Die Frage: „Wo sind denn deine Krücken“ weckt mich aus meinem Leiden; wie bewegst du dich denn jetzt fort, wenn du nicht auftreten darfst?
Ja, ich wurde ohne Krücken entlassen. Gottseidank konnte ich mir mit den Wanderstöcken helfen.

Am Abend

Kommt die bittere Wahrheit; „Mit dem Gips fahren wir nach Hause“.
Alles in allem war es im Krankenhaus nicht so schlecht. O.K. das mit dem gipsen hätten die sich sparen können.

Wieder in Deutschland

Wieder in Deutschland ist mein erster Weg zu meinem Orthopäden, der völlig entgeistert schaut und fragt: „ Was haben Sie denn da, das haben wir ja seit 10 Jahren nicht mehr gehabt. Ich weiß ja nicht mehr, wo die „Gipsentfernungsmaschine“ ist!“
Nach einer halben Stunde suchen wird die Maschine gefunden und ich kann von dem Gips erlöst werden.
Der Schuh ist eine Erlösung, ich kann wieder laufen. Zwar schräg…….

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